56400: Backups zu Wechsellaufwerken mit regelmäßigem Laufwerks-/Medienwechsel

Backups zu Wechsellaufwerken mit regelmäßigem Laufwerks-/Medienwechsel korrekt mit Acronis Backup (Advanced) konfigurieren.

 

Einführung – warum Backups zu Wechsellaufwerken möglicherweise nicht funktionieren

Während einer Backup-Erstellung werden korrespondiere Metadaten (strukturelle Informationen über den Container der gesicherten Daten) gesammelt und – abhängig vom Depottyp – in bestimmten Dateien gespeichert. Akkurate Metadaten sind für eine korrekte nachfolgende Backup-Verarbeitung (innerhalb eines bestimmten Backup-Plans) von entscheidender Bedeutung, da jedes Backup in der entsprechenden Kette von den zuvor erstellten Backups abhängig ist.

Auch die Metadaten werden im Depot gespeichert, d.h. zusammen mit den Backup-Archiven am Zielspeicherort, und werden mit den internen Datenbanken der Acronis Software synchronisiert. Wird das Ziellaufwerk/Zielmedium ausgetauscht, werden die Daten nicht automatisch kopiert. Die Folge ist, dass die Metadaten, auf denen die nächste Task-Verarbeitung basiert, nicht mehr gefunden werden können. Dies kann zu Problemen bei der Backup-Erstellung führen oder das korrekte Funktionieren von Aufbewahrungsregeln verhindern.

 

Lösung – So konfigurieren Sie Backups mit Wechsellaufwerken als Ziel

Backups zu Wechsellaufwerken mit regelmäßigem Laufwerks-/Medienwechsel sollten mit der Option 'Vereinfachte Benennung von Backup-Dateien' oder im 'Wechselmedienmodus' durchgeführt werden.

Ein Backup zu externen Wechsellaufwerken (z.B. mehreren USB-Laufwerken) einrichten:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Agent für Windows auf der zu sichernden Maschine installiert ist. Die Funktion 'vereinfachte Benennung von Backup-Dateien' ist für den Agenten für VMware oder den Agenten für Hyper-V nicht verfügbar. Falls es sich um eine virtuelle Maschine handelt, muss auf dieser zudem der Agent für Windows installiert sein.
  2. Verbinden Sie die Acronis Management Console mit der lokalen Maschine: Verbindung –> Neue Verbindung –> Diese Maschine verwalten:
  3. Konfigurieren Sie einen neuen Backup-Plan (diese Option kann nicht für einen Backup-Plan aktiviert werden, der bereits verarbeitet wurde bzw. wird).
  4. Erweiteren Sie das Element 'Benennung der Backup-Datei, Archivkommentare anzeigen' im Bereich Backup-Ziel:
  5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen 'Backup-Dateien unter Verwendung des Archivnamens benennen...':

Ein Backup zu RDX-Wechsellaufwerken einrichten:

Wenn Sie Backups auf RDX-Wechsellaufwerken als Ziel erstellen lassen, sollten Sie im Backup-Plan für dieses Gerät den Modus Wechselmedium auswählen.

  1. Verbinden Sie die Acronis Management Console mit der lokalen Maschine: Verbindung –> Neue Verbindung –> Diese Maschine verwalten.
  2. Wählen Sie im Bereich Backup-Ziel Ihr RDX-Laufwerk aus.
  3. Wählen Sie den Modus 'Wechselmedium':

  4. Die Option zur vereinfachten Dateibenennung wird automatisch aktiviert.

Bei Backups auf Wechsellaufwerken sind folgende Funktionen nicht verfügbar:

  • Die Sicherung von virtuellen Maschinen mithilfe des Agenten für VMware oder Agenten für Hyper-V.
  • Die Erstellung eines zentralen Backup-Plans (Konfiguration eines Backup-Plans auf dem Acronis Management Server).
  • Die Konfiguration vollständiger, inkrementeller und differentieller Backups innerhalb eines einzigen Backup-Plans. Sie müssen separate Backup-Pläne für jeden Backup-Typ erstellen.
  • Die Einrichtung von Aufbewahrungsregeln. Falls Sie im Plan nur Voll-Backups spezifiziert haben, wird ein Backup bei jeder Task-Ausführung überschrieben. Bei inkrementellen und differentiellen Backups wird die komplette Kette überschrieben, sobald ein neues Voll-Backup erstellt wird.
  • Die Einrichtung von Backup-Replikationen.
  • Die Einrichtung einer regelmäßigen Konvertierung von Backups zu einer virtuellen Maschine.
  • Die Konvertierung eines inkrementellen oder differentiellen Backups zu einem Voll-Backup.

Sie können diese Beschränkungen aufheben, wenn Sie für jedes der einzelnen Wechsellaufwerke einen separaten Backup-Plan einrichten.

Beschränkungen für Archivnamen:

  • Ein Archivname darf nicht mit einer Zahl enden.
  • Folgende Zeichen sind bei FAT16-, FAT32- und NTFS-Dateisystemen für Dateinamen nicht erlaubt: Backslash (\), Schrägstrich (/), Doppelpunkt (:), Sternchen (Asterisk) (*), Fragezeichen (?), Anführungszeichen ("), Kleiner-als-Zeichen (<), Größer-als-Zeichen (>) und Hochstrich (|).

(!) Beachten Sie, dass dies das einzig getestete und offiziell unterstützte Backup-Szenario ist, wenn Sie Wechsellaufwerke als Backup-Ziele verwenden.

 

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen über die vereinfachte Benennung von Backup-Dateien finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Verwendung von Wechsellaufwerken finden Sie hier.

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