49436: Acronis Software: Probleme bei der Erstellung von bootfähigen WinPE-Medien lösen

    Einführung

    Dieser Artikel beschreibt die Vorgehensweise, wenn Sie Probleme beim Erstellen eines WinPE-basierten bootfähigen Mediums mit Acronis Backup & Recovery und dem Acronis Disk Director haben.

    Zum Beheben von Problemen bei der Erstellung eines WinPE-basierten Mediums in Acronis True Image siehe den Artikel 'Acronis True Image: Probleme bei der Erstellung von bootfähigen WinPE-Medien lösen'

    Beschreibung

    Voraussetzungen

    1. Stellen Sie sicher, dass Sie die notwendigen Vorbereitungen getroffen haben, bevor Sie ein bootfähiges Medium erstellen, das auf Windows Preinstallation Environment und dem Acronis Plug-in beruht.
      Zu Acronis Backup & Recovery siehe die Webhilfe: Vorbereitung: WinPE 2.x und 3.x und Vorbereitung: WinPE 4.0 und WinPE 5.0. Das auf Windows 8.1 basierende WinPE 5.0 wird erst ab Build 38350 unterstützt.
      Für Acronis Disk Director siehe die Benutzeranleitung (Benutzeranleitungen von Acronis-Produkten finden), Abschnitt 7.1.1.2/8.1.1.2 'Das Acronis Plug-in zu WinPE 2.x oder 3.0 hinzufügen' Beachten Sie, dass WinPE 4 bzw. 5 auf Windows 8 bzw. Windows 8.1 beruhen – und dass diese Betriebssysteme derzeit von Acronis Disk Director noch nicht unterstützt werden. Sie können kein bootfähiges Medium mit dem Acronis Disk Director erstellen, das auf WinPE 4 oder 5 basiert. Beachten Sie, dass WinPE-Versionen älter als WinPE 3.0 nicht unterstützt werden.
    2. Befolgen Sie die richtige Prozedur. Siehe '
      Acronis Backup & Recovery: Den Acronis Media Builder verwenden, um WinPE mit dem Acronis Plug-in zu erstellen' sowie '
      Acronis Backup & Recovery 11.7/11.5: So erstellen Sie ein bootfähiges WinPE-Medium mit dem ADK (PE 4.0) für Windows 8' sowie '
      Acronis Disk Director 11: Ein WinPE-basiertes bootfähiges Acronis-Medium erstellen'
      ASD – Erstellung eines bootfähigen WinPE-Mediums
      WinPE mit dem Windows AIK/ADK erstellen (um das Acronis Plug-in dem Image später hinzuzufügen) – befolgen Sie die richtige Prozedur:
      Für WinPE4.0, WinPE5.0 siehe Ein Image mit DISM mounten und ändern
      Für WinPE3.x und WinPE2.x siehe Treiber zu einem Offline-Image mit DISM hinzufügen
    3. Stellen Sie sicher, dass Sie über genügend Festplattenspeicherplatz verfügen. Da bei der Erstellung des WinPE-Mediums temporäre Dateien entpackt werden, müssen auf dem System-Volume mindestens 1,5 GB freier Speicherplatz vorhanden sein, um mit der Erstellung des WinPE-basierten Mediums beginnen zu können.
    4. Anders als bei einem Linux-basierten Acronis-Notfallmedium kann ein WinPE-basiertes Medium nicht direkt vom Media Builder-Assistenten auf einen USB-Stick geschrieben werden. Um dies zu umgehen, müssen Sie zuerst ein ISO-Image des Mediums speichern und dann das Utility eines Drittherstellers verwenden (z. B. ISOtoUSB), um das Image auf den USB-Stick zu schreiben. Verwenden Sie FAT32 als Dateisystem für den USB-Stick und aktivieren Sie das Kontrollkästchen 'Bootfähig'.

    Fehlerbehebung (Troubleshooting)

    1. Manchmal ist es notwendig, den WinPE Media Builder mit erweiterten Berechtigungen auszuführen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: Öffnen Sie das Menü 'Start' und dann 'Acronis', klicken Sie mit der rechten Maustaste auf 'Bootable Media Builder', wählen Sie den Befehl 'Als Administrator ausführen' und wiederholen Sie den Versuch, das Medium zu erstellen.
    2. Falls Sie benutzerdefinierte Treiber hinzufügen und die Erstellung des Mediums fehlschlägt, versuchen Sie, das WinPE-basierte Medium ganz ohne Integration eines benutzerdefinierten Treibers zu erstellen. Sollte sich das Medium auf diese Art erfolgreich erstellen lassen, dann überprüfen Sie, ob die Treiber, die Sie hinzufügen wollen, auch zu der verwendeten Windows AIK/ADK-Version passen.
    3. Wenn Sie festgelegt haben, dass benutzerdefinierte WinPE-Quelldateien verwendet werden sollen, und der Media Builder kann diese nicht richtig erkennen, dann überprüfen Sie, dass Sie den korrekten Ordner angegeben haben. Für das AIK 3.0 ist es der '<Pfad zu den extrahierten WinPE-Dateien>\ISO', für das ADK ist es der '<Pfad zu den extrahierten WinPE-Dateien>\media'. Wenn Sie beispielsweise das ADK für Windows 8 oder 8.1 installiert und die WinPE-Dateien mit dem Befehl 'copype x86 c:\winpe_x86' extrahiert haben, lautet der im WinPE Media Builder anzugebende Ordner: 'C:\winpe_x86\media'.
    4. In seltenen Fällen kann es beim Erstellen des bootfähigen Mediums auf CD, als .iso- oder als .wim-Datei dazu kommen, dass der Bootable Media Builder-Assistent mit einer Fehlermeldung abschließt, während das Medium jedoch erfolgreich erstellt wurde.

      Sie können in solchen Fällen das gerade erstellte Medium sicher verwenden. Das Problem betrifft nur den Assistenten selbst, das resultierende Notfallmedium wird davon nicht beeinflusst.

    Sollte das Problem weiter bestehen, dann sammeln Sie folgende diagnostische Informationen und kontaktieren Sie den Acronis Support.

    Informationen sammeln

    1. Schritt-für-Schritt-Screenshots (Bildschirmfotos) Ihrer Aktionen, bevor das Problem aufgetreten ist;
    2. Einen Systembericht mit dem AcronisInfo-Utility;
    3. Falls der Media Builder-Assistent abstürzt, befolgen Sie die Anweisungen im Artikel 'Problemlösungen bei Anwendungsabstürzen', um ein Speicherabbild (Crash Dump) des 'MediaBuilder.exe'-Prozesses zu erfassen (starten Sie dazu die Eingabeaufforderung (cmd.exe) als Administrator, führen Sie den Befehl 'procdump.exe -e -w -ma MediaBuilder.exe' aus und reproduzieren Sie das Problem);
    4. Erfassen Sie ein Process Monitor-Protokoll, während Sie das Problem reproduzieren.
    5. Geben Sie an, ob auf dem Computer zuvor auch noch andere Versionen von Acronis-Software installiert waren.

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