40325: Acronis Backup Advanced 11.7/11.5 for Exchange: Verwalten von Clienteinschränkungsrichtlinien beim Arbeiten mit Exchange 2010

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Dieser Artikel betrifft:

  • Acronis Backup Advanced 11.7
  • Acronis Backup Advanced 11.5 (Acronis Backup & Recovery 11.5)

Einführung

In Microsoft Exchange Server 2010 werden Clienteinschränkungsrichtlinien verwendet, um die Leistung Ihrer Exchange-Organisation zu verwalten.

Beim Erstellen einer Exchange Organisation wird automatisch eine Standardeinschränkungsrichtlinie erstellt, die implizit für alle Benutzer in dieser Organisation gilt. Ein Administrator kann benutzerdefinierte Richtlinien erstellen, die an die Anforderung der Exchange Organisation angepasst sind. Diese können dann einzelnen oder allen Benutzern zugewiesen werden. Ein Administrator kann ebenfalls existierende Richtlinien modifizieren. Für weitere Informationen über die Clienteinschränkungsrichtlinien, sehen Sie diesen Artikel im Microsoft Technet: Grundlegendes zu Clienteinschränkungsrichtlinien

Wenn spezielle Parameter (RCAPercentTimeInAD, RCAPercentTimeInCAS, RCAPercentTimeInMailboxRPC, RCAMaxConcurrency) einer Clienteinschränkungsrichtlinie (standard oder benutzerdefiniert) verwendet werden, kann diese Richtlinie den Zugriff von Acronis Backup auf Postfächer einschränken. Dies führt zu Backup- und Wiederherstellungsproblemen.

Sofern eine Einschränkung durch spezielle Registry Werte besteht, versucht Acronis Backup die Richtlinie mit einer passenden Richtlinie während des Backups oder der Wiederherstellung zu ersetzen. Die folgende Warnung wird in das Log des Produkts geschrieben:

"Clienteinschränkungsrichtlinie 'Richtlinienname' verhindert eine erfolgreiche Backup- oder Wiederherstellungs-Operation mit dem Postfach 'Postfachname'. Die Richtlinie wird vorrübergehend durch 'NeuerRichtlinienname' außer Kraft gesetzt."

Anschließend erstellt das Produkt eine neue Einschränkungsrichtlinie und ordnet diese dem Benutzer zu, unter dem diese Operation ausgeführt wird. Nachdem das Backup oder die Wiederherstellung abgeschlossen ist, setzt das Produkt automatisch auf die alte Einschränkungsrichtlinie zurück.

Wenn die automatische Ersetzung, durch einen Registry Wert verhindert wird, wird die Warnung "Korrektur der Einschränkungsrichtlinie ist deaktiviert" im Log des Produkts geschrieben. Dann geschieht eines der folgenden Dinge (dies gilt auch für Situationen, in denen die Ersetzung der Richtlinie aus irgendwelchen Gründen gescheitert ist:

  • Die Postfachsicherung oder Wiederherstellung schlägt oft fehl.
  • Während des Datenbank-Backups werden Metadaten des geringsten Detaillierungsgrades gesammelt, unabhängig von der Metadaten einsammeln Option.

Lösung

 

Manuelle Erstellung einer Einschränkungsrichtlinie

Sie können die Einschränkungsrichtlinie manuell für den Benutzer setzen, unter dem die Backup- und Wiederherstellungs-Operation läuft. Damit können Sie Probleme, durch die aktuelle, dem Benutzer zugewiesene Einschränkungsrichtlinie verhindern.

(!) Der Benutzer, unter dem die Backup- oder Wiederherstellungs-Operation läuft, wird unter Elemente für das Backup -> Anmeldedaten (im Backup Plan) oder über Daten wählen -> Anmeldedaten (in einem Wiederherstelungs-Task) eingestellt.

Bevor Sie eine neue Richtlinie erstellen, stellen Sie sicher, dass Sie alle erforderlichen Berechtigungen haben, um mit dem RPC-Clientzugriff Einstellungen arbeiten zu können (Sehen Sie dazu die RPC-Clientzugriffsberechtigung-Sektion im Microsoft Technet Artikel Grundlegendes zum RPC-Clientzugriff).

Um die entsprechende Einschränkungsrichtlinie zu setzen:

  1. Starten Sie die Exchange Management Shell (PowerShell.exe).
  2. Starten Sie das Get-Mailbox cmdlet um die Richtlinie zu finden, die für den Benutzer (UserName) gültig ist und wem Sie die neue Richtlinie zuweisen wollen:

    Get-Mailbox -Identity UserName | fl ThrottlingPolicy;

    Wenn kein Richtlinienname angezeigt wird, wird der Benutzer durch die Standard-Clienteinschränkungsrichtlinie gesteuert und die neue Richtlinie wird immer deren Parameterwerte erben. (Jedoch werden die Parameterwerte, die Sie während der Erstellung der neuen Richtlinie spezifizieren, immer die geerbten Werte überschreiben). Andernfalls wird der Benutzer über eine benutzerdefinierte Richtlinie gesteuert, die durch den Administrator zugewiesen wurde. In diesem Fall ist es besser die existierende Richtlinie zu ändern, statt eine neue zu erstellen.

    (!) Eine benutzerdefinierte Richtlinie kann für mehrere Benutzer in einer Exchange-Organisation gelten, so dass die endgültige Entscheidung darüber, ob eine existierende Richtlinie modifiziert wird oder eine neue Richtlinie erstellt werden soll, durch den Administrator erfolgen sollte.

    ► Um eine neue Clienteinschränkungsrichtlinie zu erstellen:

    1. Erstellen Sie eine neue Clienteinschränkungsrichtlinie (PolicyName), indem Sie das New-ThrottlingPolicy cmdlet verwenden und die spezifizierten Parameter auf $null setzen:

      New-ThrottlingPolicy -Name PolicyName -RCAPercentTimeInAD $null -RCAPercentTimeInCAS $null -RCAPercentTimeInMailboxRPC $null -RCAMaxConcurrency $null;

    2. Weisen Sie die neu erstellte Richtlinie dem Benutzer (UserName) zu, indem Sie das Set-Mailbox cmdlet wie folgt verwenden:

      $policy = Get-ThrottlingPolicy PolicyName;
      Set-Mailbox -Identity UserName -ThrottlingPolicy $policy;

    ► Um eine existierende Clienteinschränkungsrichtlinie zu modifizieren, verwenden Sie das Set-ThrottlingPolicy cmdlet wie folgt:

    $policy = Get-ThrottlingPolicy PolicyName;
    $policy | Set-ThrottlingPolicy -RCAPercentTimeInAD $null -RCAPercentTimeInCAS $null -RCAPercentTimeInMailboxRPC $null -RCAMaxConcurrency $null;

  3. Starten Sie die Backup- oder Wiederherstellungs-Operation erneut.

Es ist nicht nötig, manuell zu der alten Richtlinie zurückzukehren oder die Änderungen der Werte der benutzerdefinierten Richtlinie wieder zurückzunehmen, da die konfigurierte Richtlinie beim nächsten Mal wieder verwendet wird.

Setzen der Registry Werte

Sie können einen speziellen Registry Wert setzen, um die automatische Ersetzung der Richtlinie aus folgenden Gründen zu deaktivieren:

  • Um Ausfälle beim Ersetzungsvorgang zu vermeiden.
  • Die Ersetzung ist, wegen Besonderheiten in der bestehenden Infrastruktur, nicht empfohlen. Zum Beispiel erlaubt die Infrastruktur nicht, Änderungen an den Einstellungen der Exchange Organisation durchzuführen ohne eine Benachrichtigung des Administrators. Oder dem Benutzer ist eine benutzerdefinierte Clienteinschränkungsrichtlinie zugewiesen, deren Parameter nicht geändert werden dürfen.

Um die Richtlinienersetzung zu deaktivieren:

  1. Öffnen Sie den Windows Registry Editor (regedit.exe).
  2. Navigieren Sie zu dem Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Acronis\BackupAndRecovery\ArxAgent\Settings.
  3. Erstellen Sie ein DWORD mit dem Namen DisableMailboxThrottlingSetup und setzen den Wert auf 1. Der Wert 0 aktiviert die automatische Richtlinienersetzung.

Weiter Information

Zögern Sie nicht, den Acronis Customer Central, mit einem Hinweis auf diesen Artikel zu kontaktieren, wenn Sie irgendwelche Fragen oder Probleme haben.

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